Schlesienseminar 2026: 35 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag

Seit 35 Jahren bildet der Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit eine wichtige Grundlage für die Beziehungen zwischen Polen und Deutschland. Das Jubiläum der Unterzeichnung im Jahr 1991 steht deshalb im Mittelpunkt des diesjährigen, bereits 31. Schlesienseminars, das vom Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit veranstaltet wird.

Lucjan Dzumla, Generaldirektor des Hauses der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit:

Der am 17. Juni 1991 unterzeichnete Vertrag markierte einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen. Er schuf Voraussetzungen für eine engere Zusammenarbeit auf vielen Ebenen – von der Politik über Kultur und Gesellschaft bis hin zur kommunalen Zusammenarbeit. Gleichzeitig wurden darin wichtige Grundlagen für die Rechte nationaler Minderheiten festgehalten. Für die deutsche Minderheit in Polen bedeutete dies neue Möglichkeiten, sich gesellschaftlich und öffentlich zu engagieren und die eigene kulturelle Identität weiterzuentwickeln.

Das Jubiläum ist jedoch nicht nur Anlass für einen Blick zurück. 35 Jahre später stellt sich die Frage, was aus den damaligen Vereinbarungen geworden ist und wie sich die deutsch-polnischen Beziehungen seitdem verändert haben. Welche Ziele konnten verwirklicht werden, wo bestehen weiterhin offene Fragen? Und welche Bedeutung haben Vertrauen und gute Nachbarschaft heute – für Polen, Deutschland und die deutsche Minderheit?

Das Schlesienseminar möchte diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Zusammenkommen werden Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft sowie der deutschen Minderheit aus Polen und Deutschland.

Das 31. Schlesienseminar findet vom 27. bis zum 29. Oktober 2026 in Oppeln und Groß Stein und am 4. November in Gleiwitz statt. Das Programm finden Sie auf: haus.pl