Zweisprachige Ortsschilder in der Gemeinde Rudnik

Seit fast zehn Jahren setzen sich die Gemeinden Rudnik und Groß Peterwitz für die Einführung zweisprachiger deutsch-polnischer Ortsschilder ein. Beide Gemeinden hatten bereits 2017 Anträge auf Aufnahme in das Register der zweisprachigen Gemeinden gestellt. Während der Regierungszeit der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) blieben diese jedoch unbearbeitet. Erst nach dem Regierungswechsel wurden die Verfahren wieder aufgenommen. Inzwischen hatten sich allerdings die Gemeinderäte und Kommunalverwaltungen in beiden Gemeinden verändert, sodass das Thema erneut in den Gemeinderäten behandelt werden musste.

In der Gemeinde Groß Peterwitz scheint das Vorhaben derzeit ins Stocken geraten zu sein. Anders sieht es in der Gemeinde Rudnik aus – dort sollen in nahezu allen Ortschaften zweisprachige polnisch-deutsche Ortsschilder aufgestellt werden. Die Gemeinde plant, im Herbst eine Ausschreibung für die Herstellung der Schilder zu veröffentlichen, damit die erforderlichen Mittel in den Haushalt des zuständigen Ministeriums für das Jahr 2027 eingeplant werden können. Vieles deutet darauf hin, dass die Schilder in Rudnik bereits im kommenden Jahr aufgestellt werden. Eine Ausnahme bilden allerdings zwei Ortschaften, bei denen die deutschen Ortsnamen noch nicht endgültig festgelegt werden konnten.

Einzelheiten im Gespräch mit dem stellvertretenden Gemeindevorsteher von Rudnik, Tomasz Kruppa (Interview auf Polnisch):