Heute ist diese Persönlichkeit in Königshütte kaum noch bekannt
Am Freitag, dem 26. Juni 2026, wird in der St.-Barbara-Kirche in Königshütte an einen außergewöhnlichen Oberschlesier erinnert. Um 7 Uhr findet dort eine Heilige Messe zum Gedenken an Pfarrer August Froehlich statt.
August Froehlich wurde 1891 in Königshütte, dem heutigen Chorzów, geboren. Seine 1912 begonnenen Theologiestudien musste er wegen des Ersten Weltkriegs unterbrechen, setzte sie danach aber fort und wirkte später in Berlin, Pommern und Brandenburg. Schon früh stellte er sich offen gegen den Nationalsozialismus. Er weigerte sich, sich dem Regime anzupassen, verteidigte die Kirche gegen Angriffe der Nationalsozialisten und setzte sich mutig für Menschen ein, die verfolgt und entrechtet wurden.
Besonders bekannt wurde sein Einsatz für polnische Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkriegs. Obwohl er wusste, dass er damit sein eigenes Leben gefährdete, erhob er seine Stimme gegen Unrecht und Misshandlungen. Dafür wurde er von der Gestapo verhaftet. Über die Konzentrationslager Buchenwald und Ravensbrück kam er schließlich nach Dachau. Dort starb er am 22. Juni 1942 an den Folgen der Haft.
Pfarrer August Froehlich bezahlte seinen Einsatz für Menschenwürde und Gerechtigkeit mit dem Leben. Dennoch ist sein Name in seiner Heimatstadt heute nur wenigen bekannt. Über die Gedenkmesse in der St.-Barbara-Kirche spricht Maciej Mischok, der Regionalhistoriker und Heimatforscher (Einladung auf Polnisch):