Berichterstattung, Arbeitsplan für 2026 und… zweisprachige Ortsschilder
Am 22. Mai 2026 fand in Lubowitz die Jahresversammlung der Delegierten des Deutschen Freundschaftskreises im Bezirk Schlesien statt. Im Mittelpunkt standen der Jahresrückblick sowie Diskussionen über strukturelle und finanzielle Anliegen ab 2026. Die Versammlung war zudem von einstimmig gefassten Beschlüssen geprägt.
Der Delegiertenrat des Deutschen Freundschaftskreises im Bezirk Schlesien zählt 65 Mitglieder. An diesjähriger Jahresversammlung nahmen 42 Delegierte teil. Auch Gäste waren bei der Sitzung anwesend: Magdalena Szewczuk-Szturc – die Beauftragte des Schlesischen Woiwoden für nationale und ethnische Minderheiten, sowie Parlamentarier aus Ratibor – die Abgeordnete Gabriela Lenartowicz und der Senator Henryk Siedlaczek. In ihren Reden zu Beginn der Versammlung betonten sie die Bedeutung von Dialog, Multikulturalität, Einheit und Zusammenarbeit. Henryk Siedlaczek, Magdalena Szewczuk-Szturc (Aussagen auf Polnisch):
Die Delegiertenversammlung diente der Berichterstattung. Als erster wurde der Tätigkeitsbericht des Bezirksvorstandes vorgelegt. In dem Bericht ging Martin Lippa, der Vorstandsvorsitzende, auf demografische Veränderungen ein, die sich auf die Situation in den Ortsverbänden auswirken, sowie auf die neuen Regeln für die Projektfinanzierung ab 2026. Er ging auch auf die kulturellen Aktivitäten des DFK Schlesien ein und informierte über realisierte Projekte:
Martin Lippa stellte zudem den Arbeitsplan des Vorstands für das Jahr 2026 vor. Sein Tätigkeitsbericht wurde durch den Finanzbericht der Buchhalterin Ewelina Piechulla sowie den Bericht der Revisionskommission ergänzt. Der Vorsitzende der Revisionskommission, Zygfryd Wladarz, beantragte auch die Entlastung des Vorstands. Die Delegierten stimmten einstimmig für die Annahme aller vorgelegten Berichte und für die Entlastung des Vorstands. Sie verabschiedeten zudem eine Resolution zum „Schutz der historischen Wahrheit und zur Sicherung des kulturellen Erbes der deutschen Minderheit in Polen“.
Der letzte Punkt der Delegiertenversammlung war eine allgemeine Diskussion. Diese wurde bestimmt durch das Thema der zweisprachigen Ortsschilder in zwei Gemeinden des Landkreises Ratibor – in der Gemeinde Rudnik und in der Gemeinde Groß Peterwitz. Die Vertreter der Gemeinde Groß Peterwitz, Regina Malcharczyk und Wolfgang Chrobok, wiesen auf Probleme in ihrer Gemeinde hin, wo das Thema der Aufstellung polnisch-deutscher Ortsschilder weiterhin diskutiert wird. In der Gemeinde Rudnik hingegen sieht die Situation nach einem positiven Ausgang aus. Die Einführung der Schilder ist dort vorläufig für das Jahr 2027 geplant.
Anita Pendziałek