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TERAZ GRAMY:

STOSUNKI PL-DE

2017-11-15
Współpraca transgraniczna

Die Woiwodschaft Schlesien und das Bundesland Nordrhein-Westfalen sind Partnerregionen. Seit Sommer 2017 hat Nordrhein-Westfalen eine neue Landesregierung, die jetzt beschlossen hat, die Beziehungen zur polnischen Partnerregion Schlesien und der dort lebenden deutschen Minderheit zu intensivieren.

Diesbezüglich fand am 19. Oktober ein Treffen in Kattowitz (Katowice) statt. Im Hotel Monopol  trafen sich die Vertretung aus Nordrhein-Westfallen, der Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales Dr. Mark Speich,  die Vertreter der Deutschen Minderheit der Woiwodschaft Schlesien, der Vorsitzende Marcin Lippa, Anita Pendziałek, Vorstandsmitglied und Mitarbeiterin der Redaktion „Mittendrin“, wie auch Joanna Szarek-Tomala, Referentin für Anträge und Abrechnungen, sowie die Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland aus Breslau, Ulrike Knotz.

Das Treffen sollte einerseits helfen neue Kontakte zu knüpfen und sich besser kennenzulernen, aber auch zu erfahren, was in der Partnerregion passiert  und welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit  sich anbieten.

Überblick über die Deutsche Minderheit

Während des Treffens hat die Deutsche Minderheit kurz ihre Tätigkeit vorgestellt. Gesprochen wurde über die realisierten Projekte über die Minderheitenmedien und die Kultur- und Sprachpflege, damit der Staatssekretär sich ein allgemeines Bild über die Deutsche Minderheit in Schlesien machen kann. Marcin Lippa war von dem Treffen mit Dr. Mark Speich nicht überrascht, wie er erzählte: „Ich habe das Treffen schon erwartet,  weil ich mit Henryk Mercik aus dem schlesischen Marschallamt gesprochen habe, und er erzählt hat, dass die deutsche Seite Interesse an der Vertiefung der Partnerschaft hat.“

Was erhofft sich die Deutsche Minderheit seitens der Partnerregion in Deutschland, das weiß der Vorsitzende Lippa: „Die Kontakte wurden geknüpft und zwei wichtige Themen wurden von uns angesprochen: Jugend- und Medienaustausch. Wenn in diesen Bereichen wirklich etwas passiert, dann wird uns das sehr freuen. Ich denke, dass wir uns als Gesellschaft gut präsentiert haben. Ich hoffe, dass es die andere Seite zu schätzen weiß und ich hoffe, dass wir daraufhin konkrete Rückmeldungen bekommen.“

Neue Möglichkeiten, konkrete Aufgaben

Der Vorsitzender der Deutschen Minderheit hofft auch auf eine Zusammenarbeit in anderen Bereichen, wie z.B. gemeinsame Projektanträge, denn nach seiner Meinung wäre es schade dies nicht zu tun: „Es gibt einen Bereich, der nicht ganz ausgenutzt wird, es sind Gelder die über das Deutsch-Polnische Jugendwerk zu Verfügung stehen, für diese braucht man aber einen deutschen Partner.“

Staatssekretär Dr. Mark Speich war mit den Ergebnissen des Treffens zufrieden, denn wie er selbst sagte: „Wir wollen die Beziehungen zu unserer polnischen Partnerregion Schlesien stärken. Genau wie die Beziehung zu der Deutschen Minderheit. Deswegen gilt mein erster Besuch in der Woiwodschaft hier der Minderheit. Ich bin zufrieden mit dem Treffen sehr zufrieden, weil das Ziel war, sich nicht nur kennenzulernen, sondern ein oder andere konkrete Aufgaben, Handlungsmöglichkeiten mitzunehmen, die diese  Zusammenarbeit vertiefen. Diese Handlungspunkte wurden gefunden. Wir wollen den Austausch, gerade bei jungen Menschen, verstärken und auch im journalistischen Bereich.“

Die ersten Schritte wurden gemacht, jetzt bleibt abzuwarten, ob sich die Zusammenarbeit weiter entwickelt und noch weitere Aspekte der Partnerschaft in Betracht gezogen werden.

Monika Plura