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2018-06-15
Fünf Monate mit dem Deutschen Bundestag

Eine Möglichkeit die Abläufe im Deutschen Bundestag mitzuverfolgen, das deutsche parlamentarische System und politische Entscheidungsprozesse kennenzulernen, sowie praktische Erfahrungen im Bereich der parlamentarischen Arbeit zu sammeln, bietet das Internationale Parlamentsstipendium IPS an, also ein 13 Wochen langes Stipendium bei einem Abgeordneten des Deutschen Bundestages.

IPS richtet sich an hochqualifizierte junge Menschen, die sich für Politik interessieren und nach dem Abschluss des Stipendiums in ihrem Herkunftsstaat die demokratische Zukunft ihres Landes aktiv und verantwortlich mitgestalten wollen.  

Treffen mit den Hochschülern in Ratibor

An der Staatlichen Fachhochschule in Ratibor gab es am 5. Juni 2018 ein Informationstreffen, das dem IPS-Programm gewidmet war. Das Treffen leitete eine ehemalige IPS-Stipendiatin, heute Vizedirektorin des Kulturzentrums in Ratibor, Anna Kokolus: „Ich habe allgemeine Informationen zu Programm vorgestellt, als auch meine persönlichen Erlebnisse, die auf die Zeit in Berlin zurückgehen. Dieses Stipendium bedeutet nämlich nicht nur Arbeit in einem Abgeordnetenbüro. Die Teilnehmer des Stipendiums erhalten den Studentenstatus und dürfen sich an allen drei Berliner Universitäten, also der Humboldt-Universität zu Berlin, Freien Universität  Berlin und Technischen Universität Berlin immatrikulieren“. Den Teilnehmern des Stipendiums steht also all das, was jedem Student in Berlin zu, darunter u. A. verschiedene Ermäßigungen und Privilegs. „Außerdem, neben der Arbeit im Abgeordnetenbüro, gibt es auch Treffen, Konferenzen und Reisen, wo wir mitmachen können. Wir lernen auch politische Stiftungen in Deutschland kennen, was meiner Meinung nach eine wertwolle Erfahrung ist, weil diese gibt es bei uns in Polen nicht“, überzeugt Anna Kokolus.     

Wer kann teilnehmen?

Der Deutsche Bundestag vergibt mit der Freien Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Technischen Universität Berlin jährlich etwa 120 Stipendien für junge Hochschulabsolventen aus 42 Nationen. Darunter sind, außer Polen, beispielsweise noch Kroatien, Litauen, Griechenland, Ägypten, Russland, Zypern, USA oder Kanada. „Das Kennenlernen all dieser tollen Menschen, die an diesem Programm teilnehmen, ist ebenfalls sehr bereichernd. Diese Kulturmischung ist eine wundervolle Erfahrung und ein tolles Erlebnis. Das ist, meiner Meinung nach, eins der besten Stipendienprogramme“, sagt Anna Kokolus.

Das Programm richtet sich an Hochschulabsolventen (mindestens Bachelor) in einem beliebigen Studienfach, die sehr gute Deutschkenntnisse und ein ausgeprägtes Interesse an politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen sowie an deutscher Geschichte haben. Außerdem darf zum Zeitpunkt des Programmbeginns das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet sein. Das Anmeldeverfahren erfolgt durch die deutsche Botschaft in Warschau und ist zweistufig. Zuerst muss man das Anmeldeformular ausfüllen und die nötigen Unterlagen senden. In der nächsten Etappe werden die Bewerber zu einem Auswahlgespräch eingeladen und erst danach werden ein paar Personen ausgewählt, die an dem Programm teilnehmen werden. „Das Auswahlgespräch erfolgt in deutscher Sprache und die Fragen beziehen sich u. A. auf die politische und internationale Lage. Es ist gut sich für dieses Gespräch gut vorzubereiten”, betont Anna Kokolus.

Die genaue Beschreibung des IPS-Programms und die Einzelheiten zum Anmeldeverfahren, das bis zum 30. Juni 2018 dauert, gibt es auf den Internetseiten des deutschen Bundestags und der deutschen Auslandsvertretungen in Polen:

http://www.bundestag.de/europa_internationales/ips/programm

https://polen.diplo.de/pl-pl/ips-2018/1598300

 

 

ap