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2017-02-07
Was ist mit den Ortsschildern in Rudnik und Groß Peterwitz?

In den Gemeinden Rudnik und Groß Peterwitz (Landkreis Ratibor) sollten schon 2016 zweisprachige deutsch-polnische Ortsschilder aufgestellt werden. In Groß Peterwitz wurde der Antrag vor einem Jahr gestellt. Die Gemeinde Rudnik erledigte die Formalitäten ebenfalls im Jahr 2016. Doch die Schilder gibt es sowohl hier, als auch dort nicht.

 

Keine Antwort seit einem Jahr

Am 12. Februar 2017 ist es ein Jahr her, als der Antrag der Gemeinde Groß Peterwitz an das polnische Ministerium für Inneres und Verwaltung gestellt wurde. Seit einem Jahr hat das Gemeindeamt keine Antwort bekommen.

„Der Antrag wurde komplett, für alle Ortschaften, gestellt. Wir warten immer noch auf eine Antwort. Ich persönlich habe schon zwei Mal in dieser Angelegenheit interveniert und im Wojewodschaftsamt nachgefragt. Ich wurde informiert, dass ich abwarten muss“ - erklärt Andrzej Wawrzynek, Gemeindevorsteher von Groß Peterwitz - „Ein Jahr - das ist schon ziemlich lange. In dieser Zeit bekamen wir keine Schreiben, keine Ergänzungsbitten. Ich hoffe, dass wir bald eine Information bekommen und dass unser Antrag positiv beschieden wird“.

Zu diesem Zeitpunkt ist die Bestimmung der Einführung der zweisprachigen Ortsschilder in der Gemeinde Groß Peterwitz nicht möglich:

„Ich hoffe, dass es dazu dieses Jahr kommt. Ein Jahr sollte, meiner Meinung nach, für die Antragprüfung ausreichen. In der nächsten Zeit werde ich noch Mal nachfragen“, so Andrzej Wawrzynek.

 

Eine Antwort, aber mit Bitten

Am 21. März 2016 gab es in der Gemeinde Rudnik die Ratssitzung, an der die Ratsmitglieder entschieden haben, dass in allen Ortschaften der Gemeinde zweisprachige deutsch-polnische Ortstafeln aufgestellt werden. Gleich danach wurden die Formalitäten erledigt - die Gemeinde hat sich an den Wojewode mit dem Antrag auf die Finanzierung des Ortsschilderaustausches gewandt. Kurz nachdem der Antrag verschickt wurde kam eine Bitte:

„Wir mussten bei einigen Ortschaften einige Informationen präzisieren oder Daten ergänzen. Die Antwort an das Wojewodschaftsamt ging im September letzten Jahres. Danach dachten wir, dass die nun die Dokumente schon weiter an das Ministerium geschickt wurden“, sagt Alojzy Pieruszka, Vorsteher der Gemeinde Rudnik.

Ende des Jahres 2016 hat es sich leider ergeben, dass noch etwas fehlt:

„Es fehlte noch die Bescheinigung des Statistischen Hauptamts, die bestätigen sollte, dass in unserer Gemeinde tatsächlich über 20 Prozent der Bewohner eine deutsche Volkszugehörigkeit angegeben hat“, erklärt Pieruszka.

Die Gemeinde Rudnik hat sich also an das Statistische Hauptamt in Kattowitz gewandt mit der Bitte eine derartige Bestätigung zu bekommen. Ohne Erfolg:

 „Wir haben vor Weihnachten eine Antwort bekommen, dass für derartige Dokumente das Statistische Hauptamt in Warschau zuständig ist. Zu diesem Zeitpunkt warten wir noch auf also auf die Bestätigung aus Warschau. Ich hoffe, dass nachdem wir diese in Kattowitz eingereicht haben, das Verfahren in Gang kommt“, hofft Alojzy Pieruszka.

 

Nur Kranowitz zweisprachig

Im Landkreis Ratibor gibt es zweisprachige Ortsschilde nur in der Gemeinde Kranowitz. Im Jahr 2012, als die Gemeinde die zweisprachige Ortsbenennung eingeführt hat, war Kranowitz die einzige Gemeinde in der Wojewodschaft Schlesien in der deutsch-polnische Ortstafeln in allen Ortschaften der Gemeinde eingeführt worden sind.

 

In der Woiwodschaft Schlesien wurden deutsch-polnische Ortstafeln auch 2013 in der Gemeinde Kieferstädtel aufgestellt. Wann die Gemeinden Rudnik und Groß Peterwitz dazugehören werden? Das wissen wir leider noch nicht.

 

ap