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KULTURA

2017-12-05
Bildungsausflüge für Jugendliche

Er ist wohl der bekannteste romantische, deutsche Dichter. Die Rede ist natürlich von Joseph Freiherr von Eichendorff und genau um ihn dreht sich alles im neuen Projekt des Deutschen Freundschaftskreises in der Woiwodschaft Schlesiens.
(polska wersja językowa)

Der Deutsche Freundschaftskreis im Bezirk Schlesien und das Oberschlesische Eichendorff-Kultur-und-Begegnungszentrum in Lubowitz haben ihre Kräfte vereinigt und wollen gemeinsam der jungen Generation das Wissen über Joseph Freiherr von Eichendorff vermitteln. Ein besonderes Projekt von Bildungsausflügen für Jugendliche soll dabei behilflich sein.

Das Projekt richtet sich an Jugendliche die Deutsch als Minderheitensprache lernen. Das Zielort der Ausflüge ist Lubowitz – die Geburtsstätte des deutschen Dichters der Romantik. Auf dem Programm jedes der Ausflüge steht das Thema der schlesischen Abzweigung der Familie von Eichendorff, die Besichtigung der Eichendorff-Stube und der Heimatstube mit archäologischer Ausstellung, sowie ein Geländespiel im Schlosspark und dessen Umgebung. Für die Teilnehmer des Bildungsausfluges ist auch ein kleiner Imbiss vorgesehen.

Bis Ende des Jahres sollen zwanzig Gruppen Lubowitz besuchen. Das Interesse an diesem Angebot ist viel größer als geschätzt und es haben sich sehr viele Schulen angemeldet. So wurde inzwischen schon entschieden, das Projekt auch nächstes Jahr fortzusetzten.  Anita Pendziałek, die Koordinatorin des Projekts weiß mehr zu diesem Thema: „Am Anfang hatte ich Angst, dass wir die 20 Gruppen nicht finden. Meine Befürchtungen waren jedoch unnötig, da das Interesse an den Bildungsausflügen so groß ist, dass ist schon jetzt eine Liste von fast 40 Schulen habe, die Interesse an der nächsten Edition des Projekt gehabt hätten. Die Organisatoren wollen daher das Projekt nächstes Jahr fortsetzen und ich hoffe, dass das auch klappt“

 

 

Von der Theorie zu Praxis

Die gestellten Ziele des Projekts, die Popularisierung Eichendorffs bei den Jugendlichen und das erwecken der deutschen Identität bei den Jugendlichen stehen im Programm jedes Ausfluges. Die Realisierung der Vorhaben ist dem Alter der Teilnehmer angepasst. Anita Pendziałek, die das Projekt koordiniert und realisiert, setzt auf Kreativität, kurze und interessante Informationen, die auf unkonventionelle Weise übermittelt werden und auf  Tatendrang der Jugendlichen. So findet z.B. ein Spiel im freien statt, wo die Teilnehmer mehrere Fragen beantworten und einige Aufgaben lösen müssen. 

„Mein Ziel war, dass die Jugendlichen das, was sie über Eichendorff und seine Lebens-  und Familiengeschichte erfahren, wirklich auch behalten. Ich habe also festgestellt, dass die Bildungsausflüge auch viel Praktisches beinhalten müssen. Ich erzähle den Kindern vieles, aber ich möchte, dass sie auch selbst nach Informationen suchen“ - erklärt Anita Pendziałek, die Projektkoordinatorin und setzt fort: „Deswegen auch die Idee mit dem Geländespiel, wo die Jugendlichen sich sowohl mit geschichtlichen Sachen auseinandersetzen müssen als auch mit Eichendorffs Poesie, da auf dem Gelände des Eichendorff-Zentrums in Lubowitz viele Tafeln mit Gedichten von Eichendorff platziert sind. Während des Geländespiels müssen die Jugendlichen 5 Fragen beantworten, bestimmte Stellen finden und belegen und nach Schatztruhen suchen.“



Die Jugend erforscht die Geschichte

Die ersten Schulen haben ihren Besuch in Lubowitz schon hinter sich, darunter auch die Schule aus Annaberg (Chałupki). Maria Golombek, die Deutschlehrerin der Schule fand für das Projekt nur gute Worte: „Ich denke, dass es ein wunderbares Projekt ist, die Schüler, die heute nach Lubowitz gekommen sind, lernen die deutsche Sprache als Minderheitensprache, also sollten sie so viel wie möglich erfahren, auch über solch einen Poeten wie Eichendorff. Den Kindern gefiel es in Lubowitz sehr gut. Sie haben viele konkrete Informationen über Eichendorff erfahren, wurde aber damit nicht überladen und überlastet. Ich denke dass, das Material das im Unterricht durchgenommen wird, sich nicht so stark auf die Kinder auswirkt, wie bei solch einem Ausflug, wo man alles mit eigenen Augen sehen kann. Solche Ausflüge sind sicher etwas Besonderes und eine weitere positiver Aspekt des Erlernens der Deutschen Sprache als Minderheitensprache“.

 


Monika Plura