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2017-08-07
Bundestagswahl 2017 - Deutsche im Ausland müssen Antrag stellen

Am 24. September findet die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag statt. Die Mitglieder der deutschen Minderheit können an der Wahl teilnehmen.
(polska wersja językowa)

Teilnehmen können alle volljährige Personen, die nach dem 14. Lebensjahr für mindestens drei Monate ununterbrochen in der Bundesrepublik gelebt haben und dieser Aufenthalt nicht länger als 25 Jahre zurückliegt.

Wer diese Bedingungen nicht erfüllt, muss im Antrag darstellen, dass er aus anderen Gründen persönlich und unmittelbar Vertrautheit mit den politischen Verhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland erworben hat und von ihnen betroffen ist.

„An der Wahl können genauer gesagt Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland teilnehmen (Anm. der Red.: Um an der Wahl teilzunehmen muss man eine deutsche Staatsangehörigkeit haben und ein gültiges Personaldokument – Pass oder Personalausweis). Am einfachsten ist es, wenn man eine Meldung in Deutschland hat. In diesem Fall wird man automatisch im Wählerverzeichnis erfasst und von der Gemeinde angeschrieben.  Wenn man in Deutschland nicht gemeldet ist, kann man nur dann ins Wählerverzeichnis aufgenommen werden, wenn man einen Antrag stellt“, so Łukasz Malkusz vom Verband der deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaften in Polen.

Die elektronische Version des Antrags gibt es auf der Internetseite www.bundeswahlleiter.de. Den Antrag bekommt man auch in Konsulaten. „Den Antrag schickt man in eine konkrete Gemeinde. Er muss eigenhändig ausgefüllt und unterzeichnet werden. Er muss auch unbedingt per Post abgeschickt werden. Der Antrag ist leicht auszufüllen. Nur die Frage nach der Vertrautheit, wo man begründen muss, dass man von den politischen Verhältnissen  in der Bundesrepublik Deutschland betroffen ist, kann problematisch sein. Er reicht nicht, wenn man beispielsweise deutsche Zeitungen liest, oder sich für die Politik in Deutschland interessiert“, erklärt Malkusz.   Den Antrag schickt man in eine konkrete Gemeinde, zu der man einen Bezug hat.

Der Antrag muss mindestens drei Wochen (21 Tage) vor der Wahl in der gewählten Gemeinde eingehen, mit der sich der Antragsteller am meisten vertraut und verbunden fühlt. „Zu beachten ist, dass der Antrag nicht unbedingt automatisch angenommen wird. Wenn er nicht angenommen wird, kann man dagegen Einspruch erheben. Es wäre also besser den Antrag früher abzuschicken“, rät Malkusz.

Ein Interview zur Antragstellung mit der Konsulin in Oppeln Sabine Haake kann man hier lesen.

Informationen aus der Internetseite „Der Bundeswahlleiter“ für Deutsche im Ausland gibt es hier.


ap