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KULTURA

2017-03-28
25 Jahre mit deutschen Liedern

Am 27. März 2017 fand in Hindenburg die Jubiläumsedition des Deutschliederwettbewerbs. Schon seit 25 Jahren, seit Jahr 1993, wird der Wettbewerb organisiert.  Seit Anfang an wird er in der Einheitsschule Nr. 10 in Hindenburg veranstaltet.

Der Initiator und Gründer des Wettbewerbs war Aleksander Lubina. In seine Fußstapfen trat die Deutschlehrerin Gabriela Christ, wiederum im 2007 übernahm die Weiterführung des Wettbewerbs ihre Tochter, Sandra Christ, die ebenfalls Deutschlehrerin in der Einheitsschule ist. Gabriela Christ ist Mitorganisatorin des Wettbewerbes seit 25 Jahren:

„Vor 25 Jahren gab es noch andere verschiedenen Wettbewerbe, z.B. den Literaturwettbewerb. Inzwischen sind andere Wettbewerbe aber verloren gegangen und unser Liederwettbewerb ist geblieben. Wir freuen uns, dass es so eine lange Zeit gehalten hat“.

        

 

300 Teilnehmer, 76 Auftritte

Die Musik und die deutsche Sprache sind Elemente, die seit 25 Jahren die Teilnehmer des Wettbewerbs verbinden, die aus verschiedenen Städten und Gemeinden der schlesischen Woiwodschaft kommen. Bei dem diesjährigen Vorsingen, welches am 15. März 2017 stattgefunden hat, waren fast 300 Teilnehmer dabei, die 76 künstlerische Auftritte präsentiert haben. Aus den 300 Teilnehmern wurden 120 ausgewählt und zum gestrigen Preisträgerkonzert im Jugendkulturzentrum in Hindenburg eingeladen.

„Jedes Jahr werden wir immer größer. Der Wettbewerb erfreut sich immer größerer Beliebtheit in der ganzen Woiwodschaft! Das Vorsingen, sowie das Konzert war in Altersklassen aufgeteilt: Kindergarten, Grundschule Klassen 1-3 und 4-6, Gymnasium und Oberschule. Die waren wiederum in Unterkategorien aufgeteilt, in Solisten, Duette, Gruppen und Chöre. Jeder musste ein deutsches Lied präsentieren und es auf der Bühne darbieten. Nur die besten haben die Möglichkeit bekommen nochmal bei dem Preisträgerkonzert aufzutreten“, sagt Sandra Christ

Die Entwicklung des Wettbewerb ist u. a. dank langjähriger Unterstützung des Deutschen Freundschaftskreises im Bezirk Schlesien, des Konsulats in Oppeln und der Stadtverwaltung Hindenburg möglich. Sabine Haake, Konsulin in Oppeln, weist darauf hin, dass die Unterstützung solcher Wettbewerbe eine komplexe Bedeutung hat:

„Ich finde solche Wettbewerbe sehr wichtig, weil sie den Kindern einerseits ein Ziel setzen, auf dies sie bei dem Erwerb der Sprache hinarbeiten können. Auf der anderen Seite gibt es den Kinder einen Anreiz auf der Bühne zu stehen. Über die Sprachfähigkeiten hinaus, werden auch ganz andere Fähigkeiten geschult, wie z.B. wie man sich hinstellt, wie man sich präsentieren soll. Dank der Unterstützung von allen Seiten, auch der Stadt Hindenburg, wird auch ein Zeichen gesetzt, dass alles sehr freundschaftlich passiert und dass jemand ungehindert die deutsche Sprache lernen kann“.
 

Musik ist die Sprache der Menschlichkeit

Das Motto des Wettbewerb sind Worte von Charlotte Graf: „Musik ist die Sprache der Menschlichkeit, wann immer und wo immer sie erklingt. In ihrer Gegenwart sind wir eins“. Dies entspricht einer der wichtigsten Aufgaben der deutschen Minderheit - der Pflege und der Weitergabe der deutschen Sprache an die kommenden Generationen.

„Ich muss sagen ich habe nicht so viele Teilnehmer erwartet, die Qualität habe ich auch nicht erwarte. Wie ich das hier jetzt alles erlebe, das erfreut mich. Es gab verschiedene Lieder, aus verschiedenen Musikkategorien. Das zeigt, dass sich die Kinder, die Jugendlichen und die Pädagogen mit der deutschen Sprache und mit den deutschen Liedern und Interpreten beschäftigen. Die Wettbewerbe sind eine Art von Aktivität, wo man versucht die deutsche Sprache zu zeigen und weiterzugeben“, so Bernard Gaida, Vorsitzender des Verbandes der deutschen Gesellschaften in Polen.  

       

 

Gewinner des 25. Deutschliederwettbewerbs

Die ersten Plätze in den jeweiligen Kategorien ergatterten folgende Personen und Formationen:

Kategorie: Kindergarten

Duett: Liwia und Wiktoria aus Plawnowitz
Gruppen: Gruppe „Fröschlein“ aus Preschlebie

Kategorie: Grundschule, Klassen 1-3

Solisten: Elżbieta Solich aus Gleiwitz und Jagoda Łasuta aus Deutsch Zernitz
Gruppen und Chöre: Gruppe „ Skrzaty“ aus Pniow und “Iskierki“ aus Gleiwitz

Kategorie: Grundschule, Klassen 4-6

Solisten: Łukasz Konieczny aus Gleiwitz
Duette: Jacek Kałuża und Karol Kurpas aus Preschlebie
Gruppen: „Eins, zwei, drei“ aus Groß Kottulin
Chöre: „Karolinka“ aus Preschlebie

Kategorie: Gymnasien

Solisten: Szymon Kurpas aus Glewitz
Duette: Magdalena und Klara Baron aus Hindenburg
Gruppen: „Flamme“ aus Butschkowitz
Chöre: „Schülergruppe der Klasse A“ aus Rybnik

Kategorie: Oberschulen

Solisten: Alex Pluda aus Gleiwitz