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TERAZ GRAMY:

SPRAWY MNIEJSZOŚCI

2017-03-14
Was passiert nach der Bildungsreform mit der Schule für die deutsche Minderheit in Studen?

Das Schulkomplex Nr. 4 in Ratibor-Studen wartet noch auf die Regelungen bezüglich der Veranstaltung des zweisprachigen Unterrichts.

Zu dem Schulkomplex gehören derzeit die Grundschule Nr. 5 für die deutsche Minderheit und das zweisprachige Kindergarten. Die Grundschule in Studen ist die einzige derartige Einrichtung in der Wojewodschaft Schlesien. Wird die Bildungsreform daran etwas ändern? Einzelheiten kommen im Gespräch mit der Direktorin des Schulkomplexes, Małgorzata Górecka-Jarmuła.

Mittendrin: Das Schulkomplex funktioniert erst seit einiger Zeit und das Kindergarten ist ebenfalls erst seit kurzem zweisprachig. Könnten Sie zuerst sagen, wie das Schulkomplex derzeit funktioniert?

Małgorzata Górecka-Jarmuła: Als Schulkomplex funktionieren wir seit nicht mal zwei Jahren und im Kindergarten unterrichten wir zweisprachig seit einem Jahr. Die Grundschule Nr. 5 in Ratibor ist für die deutsche Minderheit und da werden die Schüler, je nachdem, im Primärunterricht und nach der vierten Klasse zweisprachig unterrichtet. Wiederum im Kindergarten haben wir jetzt Zuwachs bekommen, in dem Sinne, dass wir zwei Lehrerinnen haben, die zweisprachig sind. Sie versuchen alles, was sie mit den Kindern machen, zweisprachig zu halten. Also beim Spielen, Zähne putzen, Spazieren gehen, Mittagessen wird alles zweisprachig gemacht.

Also das Schulkomplex ist nicht „für die deutsche Minderheit“?

Nein. Es gibt keine Möglichkeit, rechtlich gesehen, dass ein Schulkomplex in seinem Namen die Formulierung „für die deutsche Minderheit“ hat. Eine Grundschule kann das und unsere Grundschule heißt jetzt so. Sie musste sogar so benannt werden, damit wir zweisprachig unterrichten können, denn zweisprachige Schulen - in deren Namen das Wort „zweisprachig“ verwendet wurde, oder die zweisprachige Klassen haben - bis heute bloß in Gymnasien funktionieren durften.  Wiederum im Kindergarten haben wir formell den Namen nicht verändert. Wir haben damals bloß in wichtigen Dokumenten eingeschrieben, dass jetzt zweisprachig unterrichtet wird. Es braucht keine Namensänderung, denn die Eltern haben es so gewollt und wir haben auch entsprechende Dokumente dafür, dass es auf Wunsch der Eltern funktioniert, weil sie der deutschen Minderheit zugehören. Mit dem Namen musste das erstmal nichts zu tun haben.

Und wie wird das nach der Bildungsreform aussehen?

Wir haben es noch nicht schriftlich, aber es soll so aussehen, dass in Studen eine Grundschule mit acht Klassen funktionieren wird. Das bekomme ich, wie schon angedeutet, noch schriftlich. Bisher haben wir es so von dem Stadtpräsident Mirosław Lenk gesagt bekommen. Nicht versprochen, aber  gesagt bekommen, dass wir keine Filialschule mit sechs Klassen werden, sondern acht Klassen bekommen sollen. Die siebte und achte Klasse würden also dazu kommen. Wie  die Zweisprachigkeit funktionieren wird das wissen wir noch nicht, denn wir warten auf die Frau Minister, die noch nicht damit fertig ist, wie die Zweisprachigkeit, die Minderheitssprache und deren Organisation und Ausführung  ab September aussehen sollen. Das müssen wir noch abwarten.

Aber der Kindergarten bleibt dann auf jeden Fall zweisprachig?

Ja.

Und die Grundschule, wenn es gelingt, bleibt mit acht Klassen als Grundschule für die deutsche Minderheit?

Auch mit der siebten und achten Klassen soll alles so verlaufen, wie bis heute. Das hoffen wir ganz stark.

 

Das Interview zum Anhören:

 

 

ap