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2017-02-16
Treffen der Minderheit mit Merkel – eine Initiative von vielen Seiten

Im Rahmen ihres Polen-Besuches traf sich Angela Merkel am 7. Februar mit den Vertretern der deutschen Minderheit in Polen. Folgten dem Treffen irgendwelche Bestimmungen, Schlussfolgerungen? Wie kam es dazu, dass sich die Bundeskanzlerin mit den Deutschen in Polen getroffen hat?

Treffen mit der Bundeskanzlerin in der Botschaft in Warschau.
Quelle:  https://www.facebook.com/ambasadaniemiec/


Das Treffen gab es in der Deutschen Botschaft in Warschau. Zu den besprochenen Themen gehörten: die aktuelle politische Lage in Polen, Forderungen des deutsch-polnischen Runden Tisches und die Unterstützung der Deutschen Minderheit durch die Bundesregierung. Die Deutschen in Polen vertraten der Sejmabgeordnete der deutschen Minderheit Ryszard Galla, Vorsitzender des Verbandes der deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaften in Polen und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) Bernard Gaida und der Vorsitzende der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen in Oppelner Schlesien Rafał Bartek.

Über die Details des Treffens haben wir mit Bernard Gaida gesprochen.

 

Mittendrin: Wie kam es dazu, dass das Treffen mit Angela Merkel in Warschau stattgefunden hat? Wessen Initiative war das?

Bernard Gaida: Das war, glaube ich, eine Initiative von vielen Seiten. Als wir zur Kenntnis bekommen haben, dass Frau Merkel nach Polen kommt, haben wir uns natürlich an das Bundeskanzleramt mit der Frage gewandt, ob es da die Möglichkeit nicht gäbe auch ein Treffen mit der deutschen Minderheit zu organisieren. Ich weiß aber auch, dass der selbe Vorschlag aus der Botschaft herausgegangen ist, vom BMI (Bundesministerium des Innern; Anm. d. Red.) von Herrn Koschyk. Ich bin fast sicher, dass nach dem Treffen mit der AGDM im November im Bundeskanzleramt selber auch schon so ein Gedanke herrschte. Ich bin der Meinung, dass das einfach der gleich Gedanke aus vielen Seiten war.

Welche Themen wurden bei dem Treffen besprochen?

Das Treffen war relativ kurz. Alle Treffen der Kanzlerin in Warschau sind relativ kurz gewesen. Das war im Prinzip ein Halbtag in Warschau. Unser Treffen dauerte über 20 Minuten. In diesen 20 Minuten haben wir aber natürlich fast alles besprochen, also ich kann sehr zufrieden sein. Wir haben es geschafft sowohl über die Schwierigkeiten mit der Umsetzung der Erklärungen des Runden Tisches, als auch über die Verletzung der Minderheitenrechte bei der Vergrößerung Oppelns zu sprechen. Wir haben aber auch über relativ konkrete Probleme bei der Bildung für die deutsche Minderheit gesprochen.

                                                 

Die Bundeskanzlerin bekam den Schal der "Miro Deutschen Fußballschule"
Quelle: https://www.facebook.com/ambasadaniemiec/

Das Treffen diente dazu diese Probleme zu schildern, vorzustellen? Oder gab es welche Schlussfolgerungen oder Erklärungen seitens der deutschen Minderheit oder seitens der Bundeskanzlerin?

So ein Treffen ist kein Treffen, wo man Schlussfolgerungen oder konkrete Vereinbarungen bekommen kann. Wir haben, glaube ich, aber auf der höchsten Ebene die Problematik geschildert, weil das Treffen in Anwesenheit von Mediensprecher, dem Botschafter und anderen Beamten des Bundeskanzleramtes stattgefunden hat, die natürlich sehr fleißig notiert haben. Da bin ich jetzt sicher, dass diese Probleme den weiteren Dienstweg in Deutschland finden werden.

Sie sind also zufrieden mit dem Gespräch, mit dem Treffen…

Ich kann mit dem Gespräch zufrieden sein.

Dankeschön für die Informationen und ich wünsche viel Erfolg in Ihrer weiteren Arbeit.

Danke sehr.


Das Interview zum Anhören:

 

 

ap