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HISTORIA

2017-01-30
In Schwientochlowitz vergisst man nicht

Am 28. Januar gab es in Schwientochlowitz die traditionellen Feierlichkeiten der Oberschlesischen Tragödie. Es gab ein kurzes geschichtliches Referat, einen Aufruf und die Präsentation des Romans „Afy“.

Die Feierlichkeiten haben an dem Zgoda-Denkmal in Schwientochlowitz angefangen, wo Blumen niedergelegt wurden und Kerzen angezündet. Die Fortsetzung der Feierlichkeiten gab es in einem Cafe, wo über die Geschehnisse in Oberschlesien in den Jahren 1945-1946, die als die Oberschlesische Tragödie bezeichnet werden, Roman Herrmann, Historiker aus Königshütte, erzählte:

Während des Treffens wurde auch ein Aufruf an die Behörden unterschreiben. Zwecks des Aufrufes ist die Erstellung einer zusätzlichen Informationstafel beim dem Denkmal am Lager Zgoda, die über die geschichtlichen Fakten zum Lager Zgoda informieren sollte. Die Initiatoren bemühen sich auch um eine Informationstafel in Königshütte, wo seit drei Jahren ebenfalls ein Durchmarsch organisiert wird. Dieses Jahr gab es den Durchmarsch in Königshütte einen Tag später, als den in Schwientochlowitz, also am 29. Januar. In der Heiligen-Hedwig-Kirche in Königshütte wurde eine Heilige Messe für die Opfer der Tragödie zelebriert und danach marschierten die Teilnehmer zu dem ehemaligen Gebäude des Staatssicherheitsamtes durch, um dort Blumen niederzulegen. Genau dort sollte sich die Tafel befinden, erklärt Eugeniusz Nagel, Vorsitzender des DFK Kattowitz:

Die Schwientochlowitzer Gedenkfeier umfasste auch die Präsentation des ersten Geschichtsromans über das Lager Zgoda „Afy“. Über das Buch erzählte die Autorin Dominika Bara. Der Roman wurde auf Basis historischer Dokumente und der Aussagen der Zeitzeugen geschrieben. Er erzählt über die Rückkehr der ehemaligen Haftlinge nach Jahr ’89 nach Polen, um über das, was im Lager Zgoda geschah zu erzählen. Dominika Bara hat sich für einen Roman entschieden, weil sie die Menschen erreichen wollte, vor allem die Schlesier, die, wie sie selbst sagt: „keine Ahnung über ihre Geschichte haben“. Der Titel des Buches bezieht sich auf eine Aussage einer Zeitzeugin:

Zu den Organisatoren der Trauerfeierlichkeiten  in Schwientochlowitz gehörten der Deutsche Freundschaftskreis im Bezirk Schlesien (DFK) Kreisverband Kattowitz, die Stiftung „Fundacja Silesia“, der Verein „Nasz Chorzów“, der Verlag „Narodowa Oficyna Śląska“, der Verein „Ślonzoki Razem“, der Verband „Związek Ludności Narodowości Śląskiej“ und der Verband „Związek Ślązaków“.

Mehr zu den Geschehnissen im Lager Zgoda gibt es hier.  

 

ap